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Heinrich-Pette-Institut: Melanie Schmid und Sabrina Schreiner erhalten HPI-Doktorandenpreis
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Aktuelles

Melanie Schmid und Sabrina Schreiner erhalten HPI-Doktorandenpreis

18. April 2012

Der Vorstand des Heinrich-Pette-Instituts hat den Doktorandenpreis 2012 an Melanie Schmid und Sabrina Schreiner vergeben. Die Diplom Biologinnen haben den mit 500 Euro dotierten Preis für die besten Erstautorenpublikationen im Jahr 2011 am Institut erhalten. 


Melanie Schmid und Sabrina Schreiner (v.l.)

Melanie Schmid (28) hat Biologie an der Universität Regensburg studiert und im März 2008 ihren Abschluss gemacht. Ihre Diplomarbeit hat sie bereits von Juli 2007 bis März 2008 am Heinrich-Pette-Institut in der Abteilung „Molekulare Virologie“ angefertigt und anschließend bis Juli 2011 an ihrer Doktorarbeit gearbeitet. Den Doktorandenpreis 2012 hat Melanie Schmid für ihre Erstautorenpublikation „The E3 ubiquitin ligase activity associated with the adenoviral E1B-55K-E4orf6 complex does not require CRM1-dependet export“ erhalten.
„In der Publikation geht es um zwei adenovirale Proteine (E1B-55K und E4orf6), die zum einen einen E3-Ubiquitin-Ligase-Komplex assemblieren, welcher verschiedene zelluläre Proteine für den proteasomalen Abbau markiert, und zum anderen am Export später viraler mRNA beteiligt sind. Mit Hilfe dieser Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass der CRM1-abhängige Transport dieser beiden adenoviralen Proteine für die beiden genannten Funktionen keine Rolle spielt“ erklärt die junge Virologin.
Im September dieses Jahres wechselt Melanie Schmid an das hoch renommierte European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg.

Sabrina Schreiner (29) hat ebenfalls an der Universität Regensburg Biologie studiert. Ihre Diplomarbeit hat sie am Institut für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Regensburg geschrieben. Die Diplombiologin ist seit November 2006 am HPI. 2008 war sie mit einem Mobilitätsstipendium des Heinrich-Pette-Instituts für drei Monate in Montreal, Kanada am Department of Biochemistry der McGill University. Aufbauend auf dieser Kooperation ist ihr Paper „Adenovirus Type 5 Early Region 1B 55K Oncoprotein-Dependent Degradation of Cellular Factor Daxx Is Required for Efficient Transformation of Primary Rodent Cells” entstanden, für welches sie den Doktorandenpreis erhalten hat.
Zum Inhalt des Papers erklärt Sabrina Schreiner: „Nach heutigem Wissensstand steuert das adenovirale E1B-55K Protein (early region 1B protein) die Virusreplikation auf allen Stufen der Genexpression. Den lytischen Aktivitäten des E1B-Proteins liegen unterschiedliche Wirkmechanismen zugrunde, die oft direkt mit dessen onkogenen Eigenschaften gekoppelt sind. Durch die Modulation zellulärer Regulatoren der Zellzykluskontrolle und Apoptose (programmierter Zelltod) übernimmt Ad5 E1B-55K auch eine zentrale Rolle in der Virus-vermittelten Transformation primärer Säugerzellen. Es ist bereits bekannt, dass E1B-55K zur Inaktivierung des zellulären Tumorsuppressorproteins p53 führt.“ Forschungsergebnisse wie Schreiners Publikation zeigen, dass weitere p53-unabhängige Transformationsmechanismen existieren. Aufgrund neuester Erkenntnisse wird angenommen, dass die Inhibition des zellulären Protein Daxx (death-associated protein) durch adenovirales E1B-55K in direktem Zusammenhang zum onkogenen Potenzial des viralen Genproduktes steht.



„Ich habe mich über den Preis außerordentlich gefreut und bin sehr stolz ihn bekommen zu haben. Ich möchte mich noch einmal bei den Verantwortlichen bedanken und hoffe, dass es auch zukünftig einen Anreiz für die Doktoranden des HPI darstellt, sich um den Doktorandenpreis zu bewerben“, bedankt sich Sabrina Schreiner beim Vorstand des HPI. Melanie Schmid ergänzt: „Ich war überrascht, den Preis zu erhalten, freue mich aber natürlich riesig. Es ist eine schöne Geste vom Institut, wenn die eigene Arbeit in dieser Form wert geschätzt wird.“

Zum Doktorandenpreis des Heinrich-Pette-Instituts:

Der Preis ist mit 500 Euro dotiert und wird für die beste Erstautorenpublikation eines Jahres vergeben. Stichtag ist jeweils der 31.12. des Jahres in dem die Publikation erschienen ist und in selben Jahr über ein wissenschaftliches Journal zugängig sein (online oder gedruckte Version). Die Auswahl wird anhand des Journal Impact Factors (JIF) aus dem Vorjahr der Publikation getroffen. Publikationen, die in einer Zeitschrift erschienen sind, der von Thomson Reuters noch kein JIF zugeordnet wurde, können nicht gewertet werden. Die Publikation muss innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Master-/Diplom-/Doktorarbeit (Zeugnisdatum) erschienen sein.  Die Anschrift des/der Erstautors/in muss das HPI sein. Der Preis wird auch verliehen, wenn die/der Preisträger/in nicht mehr am HPI arbeitet und kann bei nicht eindeutigen Entscheidungskriterien auch mehrfach vergeben werden.
Vorschlagsberechtig t sind die jeweiligen Abteilungs-, Forschungs- und Nachwuchsgruppenleiter

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