Die Geschichte des HPI

Gegründet 1948 als Stiftung zur Erforschung der spinalen Kinderlähmung ist die Entstehung des Instituts im Wesentlichen auf zwei Personen zurückzuführen: auf den großzügigen Mäzen Philipp Fürchtegott Reemtsma, der aus dem mütterlichen Erbe seines an Kinderlähmung verstorbenen Sohnes eine Stiftung einrichtete, und auf den Neurologen Heinrich Pette. Durch ihn wurden wissenschaftliches Konzept und Entwicklung des Instituts bis zu seinem Tod 1964 geprägt und gestaltet. Folgerichtig wurde „sein Institut“ nach dem Tode des Gründers in Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie an der Universität Hamburg umbenannt. Neben der Würdigung Heinrich Pettes verdeutlichte dieser Name auch die enge Anbindung des Instituts an die Universität Hamburg, mit der seit 1993 ein Kooperationsvertrag besteht.

In 1955 wurde das HPI in den Kreis der durch Bund und Länder nach dem sogenannten „Königsteiner Abkommen“ geförderten Forschungseinrichtungen aufgenommen, die ab 1977 als Blaue-Liste Institute geführt wurden.  Mit der Überführung der Blaue-Liste Institute in die Wissenschaftsgemeinschaft Blaue Liste (WBL), die im Jahr 1997 schließlich in Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) umbenannt wurde, ist das HPI seit 1995 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und verdeutlicht diese Zugehörigkeit seit 2011 mit einer erneuten Umbenennung in Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie.