Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)

Das HPI ist Gründungsmitglied des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und gemeinsam mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) und Forschungszentrum Borstel (FZB)  sowie Gruppen der Universitäten Hamburg und Lübeck Partner am Standort Hamburg/Lübeck/Borstel Global and Emerging lnfections. Weitere Standorte sind Hannover/Braunschweig, Köln/Bonn, Gießen/Marburg, Heidelberg, Tübingen und München.

Das HPI ist im DZIF mit übergreifenden Forschungsprojekten in den Thematical Translational Units (TTU) HIV, Infections of the Immuno­compro­mised Host und Emerging Infections vertreten.

In der TTU HIV koordiniert Prof. Joachim Hauber zusammen mit Prof. Hans-Georg Kräusslich (Universität Heidelberg) das Projekt Turnover of HIV-1 integration sites: targets for virus eradication, an dem auch Wissenschaftler des UKE und der Standorte Köln/Bonn, Heidelberg und München teilnehmen. Das Projekt hat zum Ziel, HIV-Integrationsstellen in infizierten Patienten unter verschiedenen antiretroviralen Therapie-Regimen über längere Zeiträume zu charakterisieren. Die entsprechenden Proviren sollen mit Hilfe von Tre-Rekombinase und gentherapeutischen Ansätzen wieder entfernt werden. Zusammengefasst sollen im Rahmen dieses kooperativen Projektes kritische Meilensteine zur klinischen Entwicklung neuartiger HIV-1 Eradikationsstrategien erarbeitet werden.

Innerhalb der TTU Infections of the Immuno­compro­mised Host sind Prof. Wolfram Brune und Prof. Thomas Dobner am Projekt Antiviral Therapies beteiligt, um mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Standorten München und Hannover/Braunschweig neue antivirale Wirkstoffe gegen Herpes- und Adenoviren zu entwickeln. Die antiviralen Wirkstoffe sollen mit Hilfe von Hochdurchsatz­-Screening-Methoden identifiziert und natürliche Wirkstoffe des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) sowie andere Verbindungen aus großen Wirkstoffsammlungen auf ihre Eignung als virale Inhibitoren überprüft werden.

Ein weiteres HPI-Projekt Pathogen Genomics and Detection ist in der TTU Emerging Infections angesiedelt. Im Rahmen dieses Projektes wird die Technologieplattform Hochdurchsatz-Sequenzierung ihre experimentelle und bioinformatische Expertise in Zusammenarbeit mit den anderen Partnerinstituten des Standortes weiter ausbauen, um zukünftig innovative Hochdurchsatz-Sequenzierungsverfahren für infektiologische Fragestellungen anzuwenden. Zudem ist Prof. Adam Grundhoff, Leiter der Forschungsgruppe Virus Genomik und Technologieplattform Hochdurchsatz-Sequenzierung, seit November 2012 gemeinsam mit PD Dr. Stefan Niemann vom FZB Koordinator der DZIF-Bioinformatik am Standort.