Leibniz Center Infection (LCI)

Das HPI arbeitet eng mit den benachbarten Leibniz-Forschungseinrichtungen Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) sowie Forschungszentrum Borstel (FZB) zusammen und hat gemeinsam mit BNITM und FZB das Leibniz Center Infection (LCI) gegründet, eine strategische Allianz der drei inhaltlich komplementär ausgerichteten Leibniz-Institute.

Die LCI-Forschungsallianz vereint über 200 Jahre exzellente Infektionsforschung, bündelt regionale Kompetenzen und den internationalen Austausch zwischen den Leibniz-Instituten sowie umliegenden wissenschaftlichen Einrichtungen und Universitäten. Damit stärkt das LCI nachhaltig die Infektionsforschung in der Region Hamburg/Norddeutschland.

Mit Forschungsschwerpunkten auf den Gebieten der Tuberkulose einerseits und der Malaria andererseits ergänzen FZB und BNITM das HPI thematisch in der Erforschung der weltweit bedeutendsten Infektionskrankheiten. Infektionen mit bakteriellen Erregern der Lunge werden am FZB erforscht. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf den Tuberkuloseerregern und den Pneumokokken, die pulmonologisch den Untersuchungen zu Grippeviren am HPI nahestehen. Zwischen HPI und BNITM bestehen Überschneidungen im Bereich neu auftretender Infektionen, die meist viralen Ursprungs sind und deren Erforschung oft besondere Sicherheitsbedingungen unter BSL4-Bedingungen bedürfen, wie sie das BNITM vorhält.

Die LCI-Institute nutzen die fachlichen Synergien und profitieren von der lokalen Nähe der Partnerinstitutionen, besonders bei der Durchführung neuer Kooperationsprojekte wie gemeinsame Promotionsarbeiten, der Fortentwicklung der gemeinsamen LCI-Graduiertenschule Model systems for infectious diseases inklusive eines gemeinsamen LCI-Curriculums, der Ausrichtung des jährlichen internationalen LCI-Symposiums sowie der gemeinsamen Nutzung einmaliger Infrastrukturen an den Instituten.