Junge Forscher am HPI
Das HPI bietet aufgrund seiner aktuellen Forschungsausrichtung und seiner technischen Ausstattung hervorragende Arbeitsmöglichkeiten für junge Forscher. Die Abteilungsleiter des Instituts engagieren sich in der Lehre der medizinisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität Hamburg und leiten Studentinnen und Studenten bei ihren Abschlussarbeiten an - vom Bachelorstudenten bis hin zu Doktoranden. Zusätzlich ist das HPI an zwei Graduiertenschulen im Bereich der Infektionsforschung beteiligt: der Leibniz-Graduate School "Modellsysteme für Infektionskrankheiten" des Leibniz-Center Infection (LCI) sowie der SDI-Graduate-School der Universität Hamburg. Regelmäßig finden Fortbildungen für Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler des HPI statt und die Studentinnen und Studenten am HPI sind über gewählte Vertreter in wichtigen Gremien des Hauses beteiligt. Mobilitätsstipendien und Reisekostenzuschüsse ermöglichen Forschungsaufenthalte im Ausland und sollen zu Kongressteilnahmen ermutigen. Mit Realisierung des Neubaus im Jahr 2006 wurde zudem hochmoderner Laborraum für drei selbstständige und unabhängige Nachwuchsgruppen geschaffen.
Hier stellen wir Nachwuchsforscherinnen und -forscher des HPI näher vor:
Christine Henning arbeitet seit 2009 an ihrer Doktorarbeit in der Nachwuchsgruppe Zelluläre Virusabwehr. Sie untersucht am HPI die Funktion und Regulation der microRNA des Kaposi's sarcoma-associated Herpesvirus (KSHV). Christine Henning ist Preisträgerin des Ferdinand-Bergen-Promotionsstipendiums, das aus Mitteln des Nachlassens des Hamburger Kaufmanns Ferdinand Bergen finanziert wird und im Jahr 2009 erstmals durch das Heinrich-Pette-Institut verliehen wurde. Die vielseitig interessierte junge Naturwisssenschaftlerin ist ausgebildete Ergotherapeutin und Shiatsutherapeutin. Sie schloss an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg den Bachelor-Studiengang Humanbiologie ab und erwarb bereits während dieses Studiums wertvolle Laborerfahrung im Ausland: Sie verbrachte ein Erasmus-Semester an der Universität Krakau in Polen (Fakultät für Biotechnologie, Abt. Immunologie) und fertigte ihre Bachelor-Arbeit am Cancer Centre Karolinska in Stockholm, Schweden an. Anschließend studierte Christine Henning an der Medizinischen Hochschule Hannover im Masterstudiengang Biomedizin und untersuchte im Rahmen ihrer Masterarbeit am Heinrich-Pette-Institut die „Regulation der microRNA Expression während der de novo Infektion mit KSHV“.

Dr. Genrich V. Tolstonog ist Leiter einer Projektgruppe in der Abteilung Tumorvirologie. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich im Zusammenhang mit zellulärer Transformation und viraler Onkogenese besonders auf epigenetische Vorgänge bei der Genexpression. Dr. Tolstonog wurde an der Russischen Medizinischen Staatsuniversität in Moskau zum Arzt-Biochemiker ausgebildet. Nach Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften an der Universität Heidelberg war er für mehrere Jahre als Postdoktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Zellbiologie in Ladenburg tätig. Seit 2003 ist Dr. Tolstonog Mitarbeiter des Heinrich-Pette-Institut in Hamburg.

Dr. Adam T. Grundhoff fertigte seine Doktorarbeit über das Epstein-Barr Virus (EBV) zwischen 1997 und 1999 an der Universität des Saarlandes an. Im Anschluss ging er an die University of California in San Francisco (UCSF), wo er bis 2004 als Postdoctoral Fellow und von 2004 bis 2005 als Assistant Specialist Forschungen über das Kaposi's sarcom-associated Herpesvirus (KSHV) durchführte. Seit Herbst 2005 ist er Leiter der unabhängigen Nachwuchsgruppe Zelluläre Virusabwehr am Heinrich-Pette-Institut. Adam Grundhoff beschäftigt sich mit der latenten KSHV Infektion sowie mit viral kodierten regulatorischen RNA Molekülen (microRNAs).





