Preis der Werner-Otto-Stiftung: Forscher des Heinrich-Pette-Instituts erfolgreich

Mittwoch, 21. November 2001

Der diesjährige "Preis der Werner-Otto-Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung" geht an zwei Wissenschaftler aus dem Heinrich-Pette-Institut: Dr. Thomas Hofmann und Dr. Hüseyin Sirma überzeugten mit ihren Arbeiten zur Regulierung der Zellvermehrung und des kontrollierten Zelltods das Stiftungskuratorium und werden am heutigen 21. November mit dem mit DM 15.000,-- dotierten Preis für die Forschung in Instituten ausgezeichnet.

Ihre Arbeit könnte die Basis für die Entwicklung neuer, dringend erforderlicher Therapieansätze gegen Krebs darstellen. "Wir haben etwas gefunden, was das Protein p53 in seiner Funktion als "Wächter des Genoms" aktiv unterstützt", erklärt Dr. Sirma.

Die beiden Hamburger Wissenschaftler haben ein Enzym entdeckt, das eine wichtige Rolle bei dem sog. programmierten Zelltod (Apoptose) spielt - einem komplexen Vorgang, bei dem kranke bzw. geschädigte Zellen aus dem Organismus eliminiert werden. Das Protein p53 spielt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle. Experimentell konnte bereits gezeigt werden, dass das neu entdeckte Enzym an p53 bindet, es modifiziert und dadurch zu einem verstärkten Absterben der Tumorzellen führt. Langfristig könnte die klinische Anwendung von den Ergebnissen der beiden Preisträger profitieren. Dr. Hofmann meint dazu: "Mein größter Wunsch ist, dass diese Entdeckung in der Zukunft zu einer verbesserten Diagnose oder auch Therapie von Tumoren beitragen kann."