Konjetzny-Preis 2002 für Krebsforscher des Heinrich-Pette-Instituts

Dienstag, 19. November 2002

Vier Wissenschaftler des Heinrich-Pette-Institutes (HPI) werden am Donnerstag, 21.11.02, mit dem diesjährigen Georg-Ernst-Konjetzny-Preis der Hamburger Krebsgesellschaft e.V. ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet um 16.30 Uhr im Radiologiehörsaal des UKE statt unter Anwesenheit des Dekans des Fachbereichs Medizin, Prof. Dr. Christoph Wagener und des Wissenschaftssenators Jörg Dräger.

Die Preisträger des Heinrich-Pette-Instituts sind Frau Dr. Irene Dornreiter, Prof. Dr. Christopher Baum, Dr. Zhi Xiong Li (die letzten beiden inzwischen an der Medizinischen Hochschule, Hannover), Dr. Boris Fehse (inzwischen im UKE, Hamburg). Sie erhalten den Preis für ihre herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Tumortherapie und Leukämieforschung.

Frau Dr. Dornreiter, die auch Vorlesungen im Fachbereich Chemie der Universität Hamburg gibt, erforscht die Wirkung des Eiweißmoleküls p53 in Bezug auf Erbgutschädigungen in Zellen und der damit verbundenen Gefahr der Krebsbildung. Sie hat mit ihrer Arbeitsgruppe in der Abteilung Tumorvirologie am HPI jetzt eine neue Form des p53 Moleküls entdeckt, die hierbei eine wichtige Rolle spielen könnte.

Die Arbeiten von Prof. Baum, Dr. Li und Dr. Fehse haben gezeigt, dass die genetische Manipulation von blutbildenden Stammzellen bei Mäusen Blutkrebs (Leukämie) auslösen kann. Diese Entdeckung offenbart erstmals bisher unterschätzte Risiken bei dieser beim Menschen angewandten neuen Therapieform für schwere, bisher anders kaum therapierbare Erbkrankheiten.

Der Konjetzny Preis wird jährlich von der Hamburger Krebsgesellschaft e.V. ausgeschrieben und honoriert Forschungsergebnisse in Hamburg tätiger Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der Krebsforschung und Krebsbekämpfung einen bedeutsamen wissenschaftlichen Beitrag leisten.