Heinrich-Pette-Institut mit TOTAL E QUALITY Prädikat ausgezeichnet

Mittwoch, 17. Juni 2009

Das Hamburger Heinrich-Pette-Institut unterstützt und fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz und hat ein umfangreiches familiengerechtes Förderprogramm geschaffen. Dafür wird das Forschungsinstitut am 22. Mai im Haus der Bayrischen Wirtschaft in München mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat ausgezeichnet.

„Wir sind stolz darauf, dass unsere intensiven Bemühungen um eine bessere Vereinbarung von Beruf und Familie in der Forschung nun auch nach außen sichtbar sind und wir mit diesem besonderen Prädikat geehrt werden“, freut sich Alicja Iwanski, die Gleichstellungsbeauftragte des Heinrich-Pette-Instituts (HPI). Die Jury lobte, dass das HPI durch flexible Arbeitszeiten und durch eine kostenfreie Kindernotfallbetreuung sinnvolle Anreize schafft. Gemeinsam mit der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten „Kitas für alle Fälle“ kann das HPI seit Januar helfen, wenn plötzlich die reguläre Kinderbetreuung wegfällt oder Kinder während Konferenzen und Abendveranstaltungen untergebracht werden müssen.

Der Anteil qualifizierter und leitender Frauen in der Forschung ist nachwievor zu niedrig. Auch hier engagiert sich das HPI und hat erst kürzlich eine hervorragende Influenzavirus-Forscherin als Leiterin einer Nachwuchsforschungsgruppe ans Institut geholt. „Wir halten außerdem den Kontakt zu unseren Kolleginnen, die in Mutterschutz und Familienpause sind, bemühen uns um befristete Teilzeitregelungen nach der Elternzeit und bieten Weiterbildungen an“, fasst Alicja Iwanski weitere Maßnahmen zusammen.

Der Verein TOTAL E-QUALITY setzt sich seit mehreren Jahren für eine an Chancengleichheit ausgerichtete Personal- und Organisationspolitik ein. In diesem Jahr zeichnet die Initiative bundesweit insgesamt 36 familienfreundliche Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aus. Alicja Iwanski betont: „Die Anforderungen für dieses Prädikat sind sehr hoch. Das ist für den HPI-Vorstand und für mich ein großer Anreiz, um auch zukünftig an weiteren Ideen und Maßnahmen zu arbeiten.“ Ihr liegen auch die Arbeitsbedingungen älterer Kolleginnen und Kollegen am Herzen. Das hob die Jury besonders hervor: „Chancengleichheit wird am Heinrich-Pette-Institut erfreulich weit definiert, so dass auch Projekte für ältere Arbeitnehmende speziell gefördert werden“.

Das Heinrich-Pette-Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die sich seit 1998 nachdrücklich für die Chancengleichheit von Frauen und Männern einsetzt. Die Gemeinschaft bekannte sich im letzten Jahr als erste außeruniversitäre Wissenschaftsorganisation in Form einer Selbstverpflichtung zu den inhaltlichen Zielen der „forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Weitere Informationen:
Alicja Iwanski, Gleichstellungsbeauftragte Heinrich-Pette-Institut Tel. 040/48051-283
Verein TOTAL E QUALITY: www.total-e-quality.de