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Zwei Jahre unter einem Dach

Dienstag, 16. September 2008

Seit Sommer 2006 teilen sich das Heinrich-Pette-Institut und das Forschungsinstitut Kinderkrebs-Zentrum Hamburg den neu erbauten Südflügel des HPI. Für beide Partner war diese erstmals in Hamburg realisierte „Public-Private Partnership“ ein großer Erfolg. So konnte das HPI mit Beteiligung der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum den modernen Erweiterungsbau finanzieren und das Kinderkrebs-Zentrum forscht nun in direkter Nähe zum HPI und dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).

Seit zwei Jahren entstehen gemeinsame Projekte unter einem Dach:
Martin Horstmann und Georg Eschenburg (Kinderkrebs-Zentrum) sowie Carol Stocking und ihre Mitarbeiter (HPI) untersuchen, welche molekularen Mechanismen eine Leukämie im Kindesalter auslösen. Im Visier haben die Forscher einen Transkriptionsfaktor, der in die B-Zell-Differenzierung eingreifen könnte. Die FG Stocking beteiligt sich mit funktionellen Studien im Mausmodell und ihrem Know-How bei der Anwendung retroviraler Vektoren.
Michael Bruns und Carol Stocking unterstützen außerdem Udo zur Stadt und Jürgen Müller vom Kinderkrebs-Zentrum bei einer EU geförderten Studie (Koordination Gritta Janka-Schaub, UKE): Defekte im Syntaxin 11 Gen tragen zum Ausbruch einer seltenen Autoimmunkrankheit bei, der Hämophagozytischen Lymphohistiozytose (HLH). Die HPI-Forscher bringen hier ihre Expertise und die Logistik des HPI-Tierstalls für LCMV-infizierte Mäuse ein. LCMV-Infektionen sollen in Syntaxin 11-knock out Mäusen den HLH-Phänotyp auslösen und funktionelle Studien ermöglichen.

Das HPI und das Kinderkrebs-Zentrum sind auch  Partner bei der gemeinsamen Nutzung von Technologien und Großgeräten. So stellt das Zentrum ein FACS-Canto und ein Luminometer zur Verfügung und nutzt am HPI wiederum Mikroskope der FG Hohenberg sowie den Tierstall für LCMV-infizierte Mäuse. Eine starke Partnerschaft!