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HPI erhält Förderung für Verbundprojekt durch Hamburger Wirtschaftsbehörde

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Das Heinrich-Pette-Institut ist wissenschaftlicher Kooperationspartner in einem durch die Hamburger Wirtschaftsbehörde geförderten Projekt, das die Beiersdorf AG federführend eingeworben hat. In diesem Projekt soll in den nächsten drei Jahren ein neuartiges Langzeit-Hautmodell entwickelt werden, das auf natürlich in der oberen Hautschicht vorkommenden Stammzellen basiert. Hierdurch könnten erstmals regenerative Funktionen der Haut simuliert und genauere Vorraussagen über die Effekte bestimmter Wirkstoffe auf die Haut ermöglicht werden.

„Bisher gibt es noch kein derartiges regeneratives Testsystem für die Haut und wir sind sehr gespannt, wie sich Stammzellen der oberen Hautschicht in einem solchen komplexen dreidimensionalen Hautmodell verhalten“, fasst Wolfgang Deppert vom HPI zusammen. Die Kooperationspartner in diesem Verbundprojekt sind die Beiersdorf AG, das Heinrich-Pette-Institut und die Frauenhofer Einrichtung für Marine Biotechnologie (Lübeck). Sie sehen die Bedeutung des neuartigen Modells nicht nur für die kosmetische Industrie, sondern auch für die Behandlung chronischer Wunden oder als Testsystem für die pharmazeutische Industrie.

„Innovation und Forschung sind der Schlüssel zum Erhalt von Hamburgs Wettbewerbsfähigkeit“, betonte der Hamburger Wirtschaftssenator Axel Gedaschko am 21. Oktober bei der symbolischen Übergabe des Bewilligungsbescheids. Mit dem Programm für Innovation, aus dessen Geldern das Projekt unterstützt wird, fördert die Stadt Hamburg innovative Forschungsprojekte, die den Wirtschaftsstandort Hamburg weiter stärken.

Beim aktuellen Verbundprojekt engagiert sich das Heinrich-Pette-Institut einmal mehr mit kompetenten industriellen und wissenschaftlichen Partnern der Metropolregion. Aus einer langjährigen Kooperation mit der Beiersdorf AG entstanden bereits gundlegend neue Erkenntnisse zur Biologie der Stammzellen in der Epidermis, die in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht wurden. Neben seiner ausgewiesenen zellbiologischen Expertise bringt das HPI insbesondere molekularbiologische Methoden und modernste Imaging-Methoden in das Projekt ein. Damit soll das Hautmodell umfassend charakterisiert und getestet werden.