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Heinz-Ansmann-Preis Altfeld

Prof. Marcus Altfeld (Mitte) bei der Preisübergabe mit DÖAK-Präsident Prof. Dieter Häussinger (rechts) und Dr. Achim Ansmann (links). Foto: M. Altfeld.

29. Juni 2015: Prof. Marcus Altfeld mit Heinz-Ansmann-Preis für AIDS-Forschung geehrt

Montag, 29. Juni 2015

Das Kuratorium der Düsseldorfer Heinz-Ansmann Stiftung würdigte die grundlegenden Arbeiten des HPI-Abteilungsleiters Prof. Marcus Altfeld zur Bedeutung des angeborenen und adaptiven Immunsystems bei einer HIV-Infektion.

Die Ehrung des Leiters der Abteilung Virusimmunologie am Heinrich-Pette-Institut (HPI) in Hamburg fand im Rahmen des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses 2015 (DÖAK) in Düsseldorf statt. Im Namen des Kuratoriums der Heinz-Ansmann-Stiftung wurde der Preis vom Präsidenten des DÖAK Prof. Dieter Häussinger zusammen mit Dr. Achim Ansmann an Prof. Markus Altfeld übergeben.

Der Virologe Prof. Marcus Altfeld beschäftigt sich in seiner Forschung mit den Fragen, wie es zur Immunaktivierung während der primären HIV-Infektion kommt und wie HIV sowohl in der frühen als auch in den folgenden Phasen einer HIV-Infektion kontrolliert wird. Dabei fokussiert er sich in seinen Untersuchungen sowohl auf die Mechanismen der Erkennung der HIV-RNA, als auch auf Geschlechts-spezifische Unterschiede in der HIV-Kontrolle sowie die Bedeutung von Natural Killer Cells.

Prof. Marcus Altfeld studierte in Köln Medizin. Von 1999 bis 2001 absolvierte er seinen PostDoc am AIDS Research Center des Massachusetts General Hospital in Boston (USA).  Bis 2013 war er an der Harvard Medical School in Cambridge Mass. (USA) tätig. Dort hatte er zuletzt eine Professur für Medizin inne und war Director des Pathogenesis Program im Center for AIDS Research sowie des Innate Immunity Program am Ragon Institute. Seit 2013 leitet Prof. Marcus Altfeld die Abteilung für Virusimmunologie am Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie in Hamburg.

Die Heinz-Ansmann-Stiftung ist nach dem Düsseldorfer Bankier Heinz Ansmann benannt, der bereits in der frühen Phase der AIDS-Epidemie in den 1980er Jahren die globale Bedeutung der Immunschwächekrankheit erkannte und 1987 die Heinz-Ansmann Stiftung für AIDS-Forschung gründete. In zweijährigen Abständen wird von der Stiftung der mit 15.000 Euro dotierte Heinz-Ansmann-Preis für AIDS-Forschung vergeben, welcher als einer der wichtigsten Auszeichnungen im Bereich der AIDS-Forschung im deutschsprachigen Raum angesehen wird.