Systembiologie der Arboviren

Arboviren sind weltweit ein bedeutender Mortalitätsgrund. Angesichts ihrer weiten Verbreitung sowie des Mangels an antiviralen Breitbandmedikamenten zur prophylaktischen oder therapeutischen Anwendung stellen sie eine globale Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar.

Die Nachwuchsgruppe Systembiologie der Arboviren unter der Leitung von Dr. Pietro Scaturro untersucht, wie pathogene Arboviren ihre Wirte manipulieren und für sich nutzbar machen. Dafür werden modernste auf “Botton-up”-Massenspektrometrie (MS) basierende Methoden, hochauflösende Bildgebungsverfahren und Ansätze der molekularen Virologie eingesetzt (Programmbereich Molekulare Mechanismen der Viruspathogenese).

Hauptziel der Forschungseinheit ist es, das komplexe Zusammenspiel zwischen verschiedenen Arboviren und ihren Säugetier- und Arthropodenwirten besser zu verstehen, die jedem Arbovirus eigene fundamentale Biologie zu verstehen und neue sub- und pan-arbovirale Targets für therapeutische Ansätze zu identifizieren (Programmbereich Innovative Therapieansätze).

Gegenwärtig zielt die Forschung der Gruppe darauf ab, hunderte neuer Wirtsfaktoren über mehrere arbovirale Arten der Gattung Flavivirus systematisch zu profilieren und ihre Bedeutung für die virale Pathogenese in vitro und in vivo zu untersuchen.