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HPI verabschiedet PD Dr. Heinz Lother

Monday, 23. March 2009

Nach 23 Jahren Institutszugehörigkeit hat das Heinrich-Pette-Institut am 16. März PD Dr. Heinz Lother verabschiedet. Im Namen der Kolleginnen und Kollegen dankte Dr. Heinrich Hohenberg, der wissenschaftliche Direktor des HPI, ihm herzlich für seine großen Verdienste um das Institut. Seit 1992 war Heinz Lother für die biologische Sicherheit am HPI verantwortlich und betreute und überwachte in enger Absprache mit den zuständigen Behörden diesen sensiblen Bereich.

Heinz Lother studierte und promovierte im Fachbereich Biologie der Freien Universität Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt während der Promotions- und anschließenden PostDoc-Zeit war die Genetik von Mikroorganismen - insbesondere die Regulation der Translation in Hefen und die Regulation der bakeriellen Replikation. Mit dem Thema „Genetik der Mikroorganismen“ habilitierte er dann 1984 während seiner Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut für Genetik in Berlin. Zwei Jahre später kam Heinz Lother als Projektleiter in die Abteilung „Klinische Virologie“ des HPI zu Prof. Lehmann-Grube und arbeitete an der Replikation des viralen Erregers der lymphozytären Choriomeningitis (LCMV). In dieser Zeit charakterisierte er auch die Regulation und Funktion von Gamma-Interferon  in LCMV-infizierten Mäusen.

Sein Forschungsschwerpunkt seit 1992 waren molekulargenetische Analysen der Proliferation und Reifung von Blutzellen. Hier beschäftigte er sich insbesondere mit der Regulation so genannter G-Proteine sowie der Angiotensin 1(AT1)- und AT2-Rezeptoren. In seiner ausgezeichneten, vielfach zitiertenVeröffentlichung in Cell publizierte Heinz Lother 2004 neue Erkenntnisse zur Entstehung der Arteriosklerose. Er konnte mit seiner Projektgruppe nachweisen, dass ein stabiles Markerprotein auf spezialisierten Blutzellen, das vernetzte AT-1 Rezeptordimer, an der Entstehung und dem Fortschreiten der Arteriosklerose im Mausmodell entscheidend beteiligt ist. In seinen letzten aktuellen Studien, die er nach Erreichen des Ruhestands im letzten Jahr am HPI noch abschließen konnte, untersuchte Heinz Lother die Funktion des AT2 Rezeptors bei neurodegenerativen Erkrankungen, wie der Alzheimer Erkrankung.

Die Kolleginnen und Kollegen des Heinrich-Pette-Instituts wünschen Herrn PD Dr. Heinz Lother alles Gute für die Zukunft!