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Nanoteilchen entdecken Störungen im Fettstoffwechsel

Wednesday, 04. February 2009

Heinrich Hohenberg und Rudi Reimer vom Heinrich-Pette-Institut sind an einer Studie beteiligt, in der manipulierte Nanoteilchen in der Magnetresonanztomographie Störungen im Fettstoffwechsel  sichtbar machen. Die von Oliver Bruns, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), als Erstautor veröffentlichte Forschungsarbeit am Mausmodell ist jetzt im renommierten Nature Nanotechnology Journal nachzulesen (advance online pub. DOI:10.1038/NNANO.2008.405).

Forscher aus mehreren Instituten und Kliniken entwickelten Komplexe aus so genannten superparamagnetischen Nanokristallen (SPIOs) und „Quantum Dots“ die in eine Hülle aus Fetteiweißen eingebettet wurden. Der Weg dieser Komplexe im Körper und ihre Aufnahme durch bestimmte Gewebe und Zellen geben wertvolle Hinweise auf Störungen im Fettstoffwechsel. Dies kann durch Untersuchungen am Magnetresonanztomographen in Realzeit im Körper sichtbar gemacht werden. Mit dieser neu entwickelten Methode wollen die Forscher die Ursachen von Stoffwechselstörungen , wie z.B. Arterioskleose oder Diabetes Typ II, und das Ausmaß dieser Erkrankungen zukünftig besser erkennen.

Am Heinrich-Pette-Institut wurden dazu begleitende Studien am Elektronenmikroskop durchgeführt. Hier konnten Rudi Reimer und Heinrich Hohenberg mit Hilfe lebensnaher Imagingmethoden nachweisen, dass die manipulierten Nanoteilchen sehr spezifisch durch bestimmte Zellen in der Leber aufgenommen werden.

Heinrich Hohenberg: „Dies ist ein hervorragendes Beispiel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschern in Universitäten und unabhängigen Forschungsinstituten der Städte Hamburg und Dresden.“ An der Studie waren Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), der Universität Hamburg, der Asklepiosklinik St. Georg, der TU Dresden und des Heinrich-Pette-Instituts in Hamburg beteiligt.