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EU-Gelder für Influenza-Forschung am HPI

Friday, 18. June 2010

Die Nachwuchsgruppe „Influenza-Pathogenese“ am Hamburger Heinrich-Pette-Institut ist Kooperationspartner im Rahmen des neuen EU-Projektes Flu-Pharm „New drugs targeting influenza virus polymerase“. Gülsah Gabriel, die Leiterin der Forschungsgruppe, konnte für die nächsten 42 Monate erfolgreich Gelder aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm einwerben.

Insgesamt stehen 14 Partnern aus 7 Ländern 6 Mio. Euro für die Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen die saisonale und pandemische Grippe zur Verfügung. Diese werden dringend benötigt, da zunehmend Resistenzen gegen bestehende Influenza-Medikamente auftreten.

Ziel der neuen Wirkstoffe sind bestimmte Domänen der viralen Polymerase, der Replikationsmaschine von Influenzaviren. Gülsah Gabriel hierzu: „Wir konnten zeigen, wie wichtig die Polymerase für die Pathogenität, also das krankmachende Potential der Influenza-Stämme ist. Außerdem zeigen unsere Studien, dass bestimmte Grippeviren durch Mutationen in diesem Enzym leichter die Wirtsbarriere zwischen Vögeln und Säugern überspringen können und aggressive Krankheitsverläufe auslösen.“ Grundlagenforschung, die auch zukünftig eine wichtige Basis für das Flu-Pharm Projekt sein wird. Koordiniert wird das EU FP7-Konsortium durch Stephen Cusack vom EMBL in Frankreich. Die europäische Kommission erwartet durch FLU-Pharm nicht nur einen großen gesundheitspolitischen Nutzen sondern insbesondere eine Stärkung des europäischen Pharmasektors.

Weitere Informationen: Dr. Gülsah Gabriel